10. Juli: Tisha b’Av

– Verwüstung Jerusalems

Der Prophet trauert weil Jerusalem verlassen und verwüstet zurückgelassen wurde. Sogar die Strassen sind in die Trauer eingeschlossen. Viele Städte wurden entweiht, aber keine trug den Namen des Heiligen Israels und folglich so tiefe Scham und Schmerzen.

Klagelieder 1,1-9

Wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Völkern, und die eine Königin in den Ländern war, muss nun dienen.

Sie weint des Nachts, dass ihr die Tränen über die Backen laufen. Es ist niemand unter allen ihren Liebhabern, der sie tröstet. Alle ihre Freunde sind ihr untreu und ihre Feinde geworden.

Juda ist gefangen in Elend und schwerem Dienst, es wohnt unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle seine Verfolger kommen heran und bedrängen es.

Die Straßen nach Zion liegen wüst, weil niemand auf ein Fest kommt. Alle Tore der Stadt stehen öde, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammervoll drein, und sie ist betrübt.

Ihre Widersacher sind obenauf, ihren Feinden geht’s gut; denn der HERR hat über die Stadt Jammer gebracht um ihrer großen Sünden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem Feind dahingezogen.

Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie Hirsche, die keine Weide finden und matt vor dem Verfolger herlaufen.

Jerusalem denkt in dieser Zeit, da sie elend und verlassen ist, wie viel Gutes sie von alters her gehabt hat, wie aber all ihr Volk daniedersank unter des Feindes Hand und ihr niemand half. Ihre Feinde sehen auf sie herab und spotten über ihren Untergang.

Jerusalem hat sich versündigt; darum muss sie sein wie eine unreine Frau. Alle, die sie ehrten, verschmähen sie jetzt, weil sie ihre Blöße sehen; sie aber seufzt und hat sich abgewendet.

Ihr Unflat klebt an ihrem Saum. Sie hätte nicht gemeint, dass es ihr zuletzt so gehen würde. Sie ist ja gräulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. »Ach HERR, sieh an mein Elend; denn der Feind triumphiert!«

(zitiert nach Lutherbibel 1984)

BETE FÜR ISRAEL, DASS ES DIE FOLGEN DER SÜNDE GEGEN GOTT VERSTEHT UND UMKEHRT.

Mosaic of Jerusalem during time of Herod and Yeshua. Found in the Cardo area of the Jewish Quarter, Jerusalem.

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